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Gutachten von Medienprodukten sind ebenso notwendig, wie von Medien-analysen. Solange Qualit?tsstandards nicht verbindlich gelten, m?ssen die Kriterien zur Begut­achtung weiter entwickelt und gleichzeitig einer selbst-kritischen Analyse unterzogen werden.

Das WIE der Analyse bestimmt, welche Ergebnisse in der Medienforschung erzielt werden. Darum ist jedes Ergebnis solcher Forschungen kritisch zu betrachten und die Analysemethode genau auf die Korrelation zwischen Fragestellung und Schluss­folgerung hin zu pr?fen. Transparenz beim Zustandekommen empirischer Daten ist ein wichtiges Moment demokratischer Meinungsbildung, damit man nicht bei der Frage stehen bleiben muss, wem man Glauben schenken will.

Am Beispiel der Nahostberichterstattung etwa wird das Dilemma deutlich. Es gibt etliche Studien, die sich im Ergebnis diametral widersprechen. Ausgehend von einem transparenten Beurteilungskatalog k?nnen solche Studien, aber auch der ?ffentliche Diskurs ?ber den sog. Nahostkonflikt selber, reliabel eingesch?tzt werden. Um eine Bezugnahme auf die Situation vor Ort kommt man dabei - wie auch bei anderen Themen - nicht herum. Ebensowenig wie um die Definition einer sog. ?ausgewo­genen Berichterstattung?, die ja wohl nicht bei der prozentual gleich starken Gegen­?berstellung von Untaten verbleiben kann.

Artikel zum Thema folgt

© Institut für Medienverantwortung, Erlangen 2008

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