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Grundmerkmale des Stereotyps sind die Wiederholung kleiner Ausschnitte aus einem viel gr??eren Ganzen und die Verallgemeinerung dieser Teilaspekte. Gerade in der Wiederholung liegt ein enormes Potenzial, komplexere Sach-verhalte total zu vereinfachen und als wahr erscheinen zu lassen. Positive Stereotype nehmen wir oft ebenso unbewusst wahr wie negative, aber letztere werden von Betroffenen zur?ckgewiesen.

Medien sind keine Erfinder von Stereotypen, aber nat?rlich ist das Potenzial zur Wiederholung und vor allem Vervielf?ltigung solcher Reduktionen enorm. Eine Sensibilisierung hierf?r setzt eine sachliche Analyse voraus, um einen verantwortungsbewussten Umgang mit Faktenmaterial zu unterst?tzen ? abseits vom moralischen Zeigefinger.

Vor allem der gut erforschte diskriminatorische Diskurs des Antisemitismus kann hier wichtige Hinweise f?r ?hnlich strukturierte Argumentationen heute liefern ? und zwar der, der lange vor dem Nationalsozialismus gef?hrt und vielfach untersch?tzt wurde. Aktuelle Neorassismen wie Sexismus, Ageismus, Antiamerikanismus, Nationalismus, Islamophobie, und auch ein auszumachender Ossi-Wessi-Konflikt, andere Antiregionalismen uvm. weisen ?hnliche Argumentationsmuster auf, die systematisch beschrieben werden k?nnen.

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© Institut für Medienverantwortung, Erlangen 2008

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